Kriegerin
Beschreibung:
Packendes Sozialdrama um eine junge Frau in einer rechtsradikalen Clique in der Provinz, die versucht, ihr Leben zu ändern.
Marisa ist Anfang 20, Neonazi und sie schlägt zu, wenn ihr jemand dumm kommt. Sie lebt in einer miefigen ostdeutschen Kleinstadt, hasst Ausländer, Politiker, den Kapitalismus, die Polizei und alle anderen, denen sie die Schuld dafür gibt, dass ihr Freund Sandro im Knast landet und ihre Welt aus den Fugen gerät. Und der Sommer hält noch mehr Ärger für sie parat: Die rebellische Svenja drängt in Marisas Clique, macht ihr den Platz streitig, und der afghanische Flüchtling Rasul sucht sich ausgerechnet ihren Badesee zum Schwimmen aus.
David Falko Wnendt sucht in seinem an der HFF "Konrad Wolf" entstandenen Diplomfilm nach den Wurzeln des modernen Rechtsextremismus. Aus weiblicher Perspektive erzählt er vom alltäglichen Rassismus, klärt mit fast dokumentarischem Duktus ohne erhobenen Zeigefinger auf, meidet Klischees, ermöglicht ein Verstehen, entschuldigt dabei aber die Taten seiner Figuren nicht. Seine schonungslose Milieustudie zeichnet sich durch genaue Beobachtung und das eindringliche Spiel seiner "Kriegerin" Alisha Levshin aus, die mit dem Förderpreis deutscher Film als beste Darstellerin ausgezeichnet wurde.
Text: Schauburg Karlsruhe
FSK: ab 12
Film-Länge: 106 Minuten
Darsteller: Alina Levshin, Jella Haase, Sayed Ahmad
Offizielle Homepage:
http://www.kriegerin-film.de/
Vorführungen heute, am 18.05. in folgenden Kinos:
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